Bridgestone Studie belegt, dass Reifenpflege Leben rettet

Apr 23 2018

Bild mit Video aus Vogelperspektive über Autobahn.

Eine 18 Monate laufende Studie zur Analyse von Reifentrümmern ergab, dass bei Autobahnunfällen aufgrund verbotener oder fehlerhafter Reifen mehr als 30 Menschen getötet oder schwer verletzt wurden. Nahezu drei Viertel aller durch das Forscherteam geprüfter Reifenproben ergaben falschen Reifendruck oder Eindringen von Fremdkörpern als Hauptursache.

Die Studie wurde durchgeführt durch Bridgestone und Highways England, der Behörde für den Betrieb, Instandhaltung und Verbesserung von Englands Autobahnen und wichtigen A-Straßen. Sie ergab, dass Fahrer die Wahrscheinlichkeit, einen Unfall zu erleiden, durch regelmäßig durchgeführte Sicherheitskontrollen senken können.

„Diese einfachen Kontrollen könnten Leben retten“, so Richard Leonhard von Highways England. „Die Studie bestätigt unsere Meinung, dass Straßennutzer eine größere Rolle spielen und sich angewöhnen müssen, Reifendruck und Profiltiefe zu prüfen und nach ... Fremdkörper in den Reifen zu suchen, bevor sie eine Fahrt antreten."

Reifensicherheit ist extrem wichtig

Im Projekt besorgten Mitarbeiter von Highways England an Straßenmeistereien in den West Midlands über 1.000 Trümmerstücke von Reifen von den Autobahnen für die Untersuchung durch ein Team von Bridgestone-Technikern. Die Ergebnisse aus 1.035 Reifenteilen stammen von der M1, M6, M40, M5 und M42:

  • 56 % der Reifen fielen aufgrund des Eindringens von Fremdkörpern von der Straße oder Boden aus
  • 18 % fielen wegen falschen Reifendrucks aus
  • 8 % fielen wegen schlechter Fahrzeugpflege aus
  • 1 % der Reifen fiel wegen Produktionsmängeln aus
  • 1 % der Reifen fiel wegen Überhitzung aus
  • 16 % der Reifen wiesen nicht spezifizierbare Mängel auf

Reifen mit zu niedrigem Reifendruck waren ein wichtiger Grund, zusammen mit schlechter Fahrzeugpflege. Auf beide zusammen entfallen 26 % der Proben. Einige Proben waren besonders alarmierend. Die Forscher fanden einen bis zur Zerstörung gefahrenen Notreifen und einige verbotene Pilzreparaturen, die schon bei rund. 110 km/h tödlich enden können.

Gary Powell, Technikmanager bei Bridgestone, leitete die Analyse der Trümmerteile mit dem Außendiensttechniker Peter Moulding und der übrigen technischen Abteilung. Er sagte:

„Bei ordnungsgemäßer Fahrzeuginspektion und Pflegeprogrammen dürften viele dieser Mängel erkennbar und vermeidbar sein. Angesichts der Ergebnisse würden wir auch zu Reifendruckkontrollsystemen (RDKS) raten. Fahrzeuge können entsprechend nachgerüstet werden. Sie helfen beim Erkennen von Durchbohrungen und Druckabfall."


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