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News

Magic Marquez feiert in Indy dritten MotoGP™ Triumph in Folge

22 August 2013

Valentino Rossi

MotoGP NEWS: Runde 10 - Indianapolis MotoGP - Bridgestone Rennbericht inklusive Interview mit MotoGP-Fahrer Stefan Bradl

FIM MotoGP™ Weltmeisterschaft 2013, Runde 10: Indianapolis Grand Prix – Rennbericht
Indianapolis Motor Speedway (Indianapolis / Indiana), Sonntag 18. August 2013

Bridgestone Reifenmischungen (Slick): Vorne: Soft & Hart; Hinten: Soft, Medium & Hart (Asymmetrisch)
Bridgestone Regenreifen: Soft (Hauptoption), Hart (Alternative)
Wetter: Trocken. Lufttemperatur 29-30 Grad; Asphalttemperatur 47-53 Grad (Bridgestone Angaben)

An diesem Wochenende gab es niemanden, der Marc Marquez am Indianapolis Motor Speedway stoppen konnte. Der Repsol Honda-Pilot rundete am Sonntagnachmittag eine kompromisslose Performance mit einem Sieg ab, der gleichzeitig sein dritter MotoGP™-Triumph in Folge war und damit gewann er auch alle Rennen in den Vereinigten Staaten von Amerika in dieser Saison.

Marquez ging von der Pole-Position ins Rennen, verlor jedoch am Start gegenüber seinem Teamkollegen Dani Pedrosa und Yamaha-Werkspilot Jorge Lorenzo. In den ersten Runden folgte er den beiden auf Rang drei liegend, bevor er zuerst Pedrosa in Runde neun überholte und schließlich von Lorzenzo in Runde 13 die Führung übernahm. Bei der Zieldurchfahrt betrug sein Vorsprung 3,485 Sekunden. Pedrosa wehrte erfolgreich alle Angriffe von Lorenzo ab und kam auf Rang zwei ins Ziel, während der regierende MotoGP™ Weltmeister Lorenzo Dritter wurde. Power Electronics Aspar’s Aleix Espargaro fuhr trotz Handverletzung ein tapferes Rennen als Zwölfter zu Ende und führte einmal mehr die CRT-Wertung an.

Die Asphalt-Temperaturen erreichten während dem Rennen einen Spitzenwert von 53 Grad, obwohl die Temperaturen zum Zeitpunkt des Starts nur im Bereich um die Mitte 40 Grad-Marke lagen und alle Werks-Piloten, und alle bis auf vier CRT-Piloten ihre weichere Option des Slick für hinten wählten. Die Wahl des Vorderreifens fiel über das gesamte Starterfeld einheitlich aus, indem alle Fahrer den härteren Slick für vorne verwendeten. Obwohl die Asphalt-Temperaturen über die Dauer des Rennens anstiegen, zeigte der weichere Hinterreifen gleichbleibenden Abbau, was Marc Marquez ermöglichte in der 18. Runde des Rennens einen neuen Rundenrekord zu erzielen.

Mit seinem dritten Sieg in Folge baut Marquez seine Führung in der Meisterschaftswertung gegenüber Teamkollegen Pedrosa auf 21 Punkte aus, während Lorenzo als Dritter weitere 14 Punkte zurückliegt.

Hiroshi Yamada – Manager, Bridgestone Motorsport Department
“Das war sicherlich ein ereignisreiches Wochenende mit einem fantastischen Rennen als Höhepunkt! Herzlichen Glückwunsch an Marc zu seiner überlegenen Vorstellung an diesem Wochenende und auch an Repsol Honda zu ihrem dritten Doppelsieg in dieser Saison. Mit der guten Nachricht, dass MotoGP nächstes Jahr wieder nach Indianapolis zurückkehren wird, bin ich mir sicher, dass die Fans die großartige Show hier an diesem Wochenende zu schätzen wissen und ich hoffe nächste Jahr hier ein noch größeres Publikum hier zu sehen. Wir kehren nun nach Europa zurück und ich bin schon sehr gespannt darauf, wie sich das nächste Kapitel dieses genialen Kampfes um die Meisterschaft in Brünn entfalten wird.”

Masao Azuma – Chief Engineer, Bridgestone Motorsport Tyre Development Department
“Da die Asphalt-Temperaturen nicht höher als während dem gestrigen Qualifying waren, entschieden sich alle Werks-Piloten und die meisten CRT-Piloten ihren weicheren Slick für hinten im Rennen einzusetzen. Die Wahl des Vorderreifens fiel einheitlich aus, indem die harte Mischung verwendet wurde und diese Kombination erlaubte sehr schnelle Rundenzeiten während dem Rennen. Die mittelweiche Mischung des Slick, die für die Prototypen die weichere Option war, funktionierte bei diesen Verhältnissen sehr gut, wie das hohe Tempo und der Rundenrekord, der in der zweiten Hälfte des Rennens erzielt wurde, zeigen. Die Qualität unserer Reifen an diesem Wochenende stimmt mich zufrieden, da ein neuer Qualifying- als auch Rundenrekord im Rennen erzielt wurde und wir haben auf diesem anspruchsvollen Circuit eine gute Haltbarkeit gesehen.”

Marc Marquez, Repsol Honda – Sieger
“Ich hatte keinen guten Start, aber mir war vor dem Rennen klar, dass der wichtigste Teil des Rennens die Schlussphase sein wird. In den ersten Runden konzentrierte ich mich darauf Dani und Jorge zu folgen und die Reifen zu schonen, und sobald ich an den beiden vorbei war fühlte ich mich wohl auf dem Motorrad und schaffte es einen Vorsprung herauszufahren. Ich habe das Rennen in jeder Hinsicht genossen und die 25 Punkte sind sehr wichtig für die Meisterschaft.”

Stefan Bradl, LCR Honda MotoGP – 7.
Herr Bradl, dieses Rennen verlief nicht nach Ihrem Geschmack, oder?
“Dieser siebte Rang entspricht natürlich nicht unseren Erwartungen. Ganz klar, die Enttäuschung ist groß, nachdem wir so gut in das Wochenende gestartet sind. Für das Rennen haben wir einen gravierenden Schritt betreffend der Abstimmung gemacht, was ich aber nicht zu meinen Gunsten umsetzen konnte. Beim Einlenken in die Kurven und beim Rausbeschleunigen hatte ich über die gesamte Distanz dermaßen zu kämpfen, um das Motorrad auf der Linie zu halten. Mit zunehmendem Reifenverschleiß hatte ich auch einige bedrohliche Rutscher und in etwa ab Halbzeit konnte ich mein Tempo nicht mehr halten. Nach drei Stürzen in den Trainings habe ich auf Automatik-Modus geschalten, weil ich auf keinen Fall weiteren Schrott produzieren, sondern unbedingt ins Ziel kommen wollte. Schade und es tut mir leid, denn nicht nur wir als Team haben uns ein bisschen vertan, sondern mir selbst sind an diesem Wochenende ein paar Fehler zu viel passiert. Wir müssen nun mit diesem Ergebnis leben, aber wenn man bedenkt, dass Rossi, Crutchlow und Bautista nur vier Sekunden vor mir ins Ziel kamen, obwohl ich zum Schluss nur noch auf Ankommen gefahren bin, dann ist das keine Welt. Selbst wenn die Enttäuschung über das Ergebnis selbst groß ist, brauchen wir nicht mit traurigen Gesichtern nach Brünn zu gehen.”

Was waren letztendlich die Gründe dafür, dass die Performance mit Fortdauer des Wochenendes immer schlechter wurde?
“Im Verlauf dieses Wochenendes sind Situationen aufgetreten, mit denen wir nicht so gut zurecht gekommen sind. Die hohen Temperaturen, die Stürze und in erster Linie natürlich der überhitzende Vorderreifen. Für die Verhältnisse hier auf dieser Piste waren wir offenbar mit unserer Abstimmung zu vorderradlastig und die Reifenmischung für meinen Fahrstil etwas zu weich war, daher kam es zu diesem Überhitzungsproblem. Der Reifen wurde einfach zu heiß und schmierte folglich weg. Das war auch der Grund, warum ich dreimal runtergefallen bin. Leider war ich nicht in der Lage die Änderungen für das Rennen mit der Verlagerung von mehr Gewicht auf das Heck umzusetzen.”

Gab Ihnen der starke Auftakt in das Wochenende hier das Gefühl den zweiten Platz in Laguna Seca bestätigen zu können?
“Für uns war es ganz klar die Bestätigung, weil wir gesehen haben, wir sind gut dabei. Und die freien Trainings am Freitag haben gezeigt, dass unser Speed konkurrenzfähig ist. Aber im weiteren Verlauf haben wir uns im Kreis nach unten gedreht. Natürlich sind drei Stürze an einem Wochenende drei zu viel, von dem her mussten wir reagieren. Man muss aber auch dazu sagen, dass wir wegen der Witterungsbedingungen nicht viel anders reagieren konnten. Trotz dem enttäuschenden Ausgang bin ich aber nicht sonderlich beunruhigt, sondern ich bin mir sicher, dass wir nächstes Wochenende in Brünn schon wieder viel stärker sein werden.”

Sie hatten im ersten Saisondrittel schon massive Probleme mit dem Vorderrad. Kommen diesbezüglich jetzt wieder Sorgen auf?
“Nein, ich denke ich brauche mir keine Sorgen zu machen. Es gab an diesem Wochenende mehrere Fahrer, die ähnliche Probleme wie wir hatten. Gut, Valentino hat sich im Rennen davon befreien können, aber die Situation hier ist schon sehr kritisch bzw. einmalig. Die verschiedene Asphalt-Beschaffenheit auf der GP-Piste hier am Indianapolis Motor Speedway macht die Angelegenheit schwierig und eben noch schwieriger, um bei hohen Temperaturen eine passende Abstimmung für meinen Fahrstil zu finden. Aber wir haben gesehen, dass unser Speed gut ist, da wir in den freien Trainings vorne dabei waren. Und nach drei Stürzen legt man im Kopf den Schalter um, um nicht ein weiteres Mal abzufliegen. Wegen der Probleme mit dem Vorderreifen habe ich bestimmt kein Vertrauen in die Front verloren, aber es war eben schwierig mehr zu geben, weil ich mir keinen weiteren Sturz mehr leisten wollte.”

Die Rückkehr von MotoGP hierher nach Indianapolis ist nun bestätigt, wie stehen Sie dazu?
“Der Indianapolis Grand Prix ist ein toller Event, den man so vom Kalender nicht wegdenken möchte. Auch das Streckenlayout der GP-Piste ist anspruchsvoll und gefällt mir. Aber die Fahrbahn befindet sich mit vielen Bodenwellen und dem rutschigen Asphalt in einem schrecklichen Zustand. Diese muss unbedingt neu asphaltiert werden und dabei man auch darauf achten, dass die Bodenunebenheiten beseitigt werden. Der Standard in MotoGP ist normalerweise höher, was Grip-Verhältnisse und Asphalt-Beschaffenheit betrifft.”

In einer Woche geht es bereits mit dem Grand Prix in Brünn weiter, wo Sie im vergangenen Fünfter wurde. Die Vorfreude auf Ihr drittes Heimrennen sozusagen ist groß?
“Ich freue mich riesig auf Brünn, nicht nur wegen dem guten Ergebnis im vergangenen Jahr. Der Brno Circuit ist eine tolle Strecke, viele deutsche Fans werden kommen und ich denke wir werden vom Speed bei weitem besser aufgestellt sein, als heute hier im Rennen. Und ich bin auch froh, dass es gleich weitergeht, weil ich dadurch diesen Schnitzer hier umso schneller ausbügeln kann.”

Indianapolis2013rangliste


"Die Qualität unserer Reifen an diesem Wochenende stimmt mich zufrieden, da ein neuer Qualifying- als auch Rundenrekord im Rennen erzielt wurde und wir haben auf diesem anspruchsvollen Circuit eine gute Haltbarkeit gesehen.”