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News

Bridgestone MotoGP™ Vorschau – Runde 8: Motorrad GP Deutschland, Sachsenring

11 Juli 2013

Valentino Rossi

MotoGP PREVIEW Runde 8 - Sachsenring - Bridgestone Vorschau inklusive Interview mit MotoGP-Fahrer Stefan Bradl

Hohenstein-Ernstthal, Donnerstag 11. Juli 2013
Bridgestone Reifenmischungen (Slick): Vorne: Soft & Hart; Hinten: Soft, Medium & Hart (Asymmetrisch)
Bridgestone Regenreifen: Soft (Hauptoption), Hart (Alternative)

Runde acht der MotoGP™ Saison 2013 findet an diesem Wochenende auf dem Sachsenring statt. Der 3.671 Meter lange Rundkurs im Freistaat Sachsen zählt wegen der Kombination aus reifenmordenden Asphalt-Belag und einer Reihe mit hohem Tempo zu durchfahrender Linkskurven aus Sicht der Reifen zu den härtesten Circuit des WM-Kalenders.

Mit zehn Linkskurven bei nur drei Rechtskurven wird die linke Seite der Reifen auf dem Sachsenring auf das äußerste beansprucht und zudem ist für das winkelige und langsame Streckenlayout eine perfekte Abstimmung des Motorrades entscheidend, um ein gutes Ergebnis zu erzielen.

Wegen der Ungleichheit in der Anzahl von Links- und Rechtskurven ist der Einsatz asymmetrischer Slicks erforderlich. Allerdings ist aufgrund der hohen Temperaturunterschiede, die im Verlauf der vielen aufeinanderfolgenden Linkskurven an den Reifenschultern generiert werden, der Unterschied des Härtegrads der Mischung zwischen linker und rechter Seite größer als auf anderen Rennstrecken. So wie auf anderen Circuits, die als reifenmordend gelten, kommt auch beim Motorrad Grand Prix Deutschland Bridgestones hitzebeständige Spezial-Konstruktion bei den Slicks für hinten zum Einsatz.

In den vergangenen Jahren wurden die Rennwochenenden auf dem Sachsenring von wechselhaften Witterungsbedingungen mit großen Schwankungen der Lufttemperatur beeinflusst. Demzufolge beinhaltet das Kontingent der Mischungen des Vorderreifens für jeden Pisten-Zustand eine geeignete Option. Die weiche Mischung des Slick für vorne gewährleistet beste Aufwärmeigenschaften bei kühlen Bedingungen, während sich die harte Mischung dank ihrer Stabilität der Front für die schnellen Abschnitte des Circuit bestens eignet und bessere Eigenschaften betreffend des Reifenverschleißes aufweist, falls die Temperaturen wärmer sind. Die Haupt-Option des Regenreifens für dieses Wochenende wird die weiche Mischung sein.

Hiroshi Yamada - Manager, Bridgestone Motorsport Department
“Der Deutschland-Grand-Prix ist aus mehreren Aspekten ein ganz wichtiges Rennen des MotoGP-Kalenders. Alljährlich pilgern zigtausende Fans zum Sachsenring und das winkelige Streckenlayout hat in der Vergangenheit meist für spannende Rennverläufe gesorgt. Dani hat die letzten Rennen dort dominiert und er ist nur einer von vielen Piloten, die sich momentan in Top-Form befinden. So gesehen stehen die Vorzeichen gut, dass wir auch diesen Sonntag einen hartumkämpften Wettbewerb erleben werden. Mit Riesenschritten nähern wir uns der Saison-Halbzeit und ich denke, dass die Ergebnisse der nächsten Rennen von enormer Bedeutung im Kampf um die diesjährige Meisterschaft sein werden. Die vergangenen Wochen mit der WM-Runde in den Niederlanden zuletzt war sehr anstrengend und dann noch ein Trip nach Argentinien, der allerdings ein voller Erfolg und zudem ein erfolgreicher MotoGP-Test war. Jetzt freue ich mich aber auf die Rückkehr nach Deutschland, da dieser Markt für Bridgestone sehr wichtig ist und die heimischen Fans dort den Motorradrennsport sehr leidenschaftlich mitverfolgen.”

Shinji Aoki – Manager, Bridgestone Motorsport Tyre Development Department
“Die vielen langgezogenen Kurven sind das Herzstück des Sachsenrings, die allerdings den Reifen alles abverlangen, da man in diesen Abschnitten lange Zeit in hoher Schräglage fährt. Vor allem in den mit hohem Tempo zu fahrenden Linkskurven, die zur Gegengerade und dann noch die zwei Links-Turns, die zurück auf die Start/Ziel-Gerade führen, wird viel Hitze an der linken Seite der Hinterreifen generiert. Um den Anforderungen dieser Rennstrecke zu bestehen, werden an diesem Wochenende asymmetrische Slicks für hinten mit einer viel härteren Mischung an der linken Seite eingesetzt, während die weichere Mischung an der rechten Seite dank der besseren Aufwärmeigenschaften maximale Sicherheit in den langsamen Rechtskurven gewährleistet. Unsere Optionen des Vorderreifens bieten beste Aufwärmeigenschaften und Grip für die kühlen Vormittagssessions und eine stabile Front bei mehr Speed. Der Sachsenring ist ein kurzer Circuit mit einer relativ langsamen Durchschnittsgeschwindigkeit, doch die Beanspruchung der Reifen in Zusammenhang mit dem hohen Reifenverschleiß erfordert eine gute Abstimmung des Motorrades, sowie auch einen Fahrstil, der es ermöglicht die Reifen effizient zu nutzen, um dort ein starkes Ergebnis zu erzielen.”

Stefan Bradl, LCR Honda MotoGP – 6.
Herr Bradl, mit dem Grand Prix auf dem Sachsenring wartet das hektischste Rennwochenende auf Sie, oder?
“Der Grand Prix auf dem Sachsenring wird für mich in jeden Fall ein Riesen-Spektakel. Vor allem seit ich in der MotoGP fahre, ist dieses Rennen etwas ganz Besonderes für mich. Ich freue mich darauf vor heimischen Fans zu fahren und mein Ziel ist es zuhause eine gute Leistung abzurufen. Die schier unbeschreibliche Unterstützung der Fans auf den vollbesetzten Tribünen ist gewaltig und von dem her möchte ich diese mit einem guten Resultat zurückzahlen. Zuvor muss allerdings die Planung für dieses Wochenende gestaltet werden, nämlich dass die vielen Termine über die Dauer des Wochenendes alle reibungslos abgewickelt werden können. Seit den vergangenen Jahren ist der Rummel um eine Person merklich gestiegen. In jeden Fall ist der Sachsenring definitiv und soll auch aus sportlicher Sicht ein Saison-Highlight werden. Die Stimmung dort und die Tatsache, dass es mein Heimrennen ist, bewirkt einen zusätzlichen Motivationsschub!”

Gleich nach dem Rennen in Assen ging es nach Argentinien. Kam dabei die Erholungspause nach dem anstrengenden Juni nicht zu kurz?
“Natürlich wäre es mir lieber gewesen, vor dem Heimrennen eine längere Pause zu haben und meine Batterie wieder voll aufladen zu können. Aber das ist mein Job und Aufgaben wie eben der Test und die Promotion-Termine in Argentinien gehören dazu. Im Nachhinein betrachtet war alles zusammen für mich ein besonderes Erlebnis. Ich war zum ersten Mal in Argentinien und der Empfang der lokalen Fans war grandios. Eine Begeisterung wie diese habe ich zuvor noch nicht sehr oft erlebt. Die Leute dort sind offenbar MotoGP-verrückt und so gesehen ist es natürlich eine wunderbare Sache, dass unsere Meisterschaft dorthin zurückkehrt. Bereits vor meiner Abreise hatte ich mir das Layout des Termas de Rio Hondo-Circuit angeschaut und ich habe festgestellt, dass es eine sehr schnelle Piste ist. Mein erster Eindruck wurde auch gleich bestätigt, als der Test am vergangenen Donnerstag begann. Meiner Meinung nach eignet sich dieser Circuit perfekt für die MotoGP. Leider hat am zweiten Tag das Wetter nicht mehr mitgespielt, aber im Großen und Ganzen haben wir einen guten Job erledigt und wertvolle Daten für das Rennen im nächsten Jahr gesammelt. Einziges Fragezeichen bleiben die Reifen, da der Asphalt-Belag sehr reifenmordend ist.”

Was wartet hinsichtlich der Reifen für das Sachsenring-Wochenende auf Sie?
“Die Reifen sind auf dem Sachsenring immer ein großes Thema. Schon wegen dem Wetter, das zu dieser Jahreszeit dort sehr oft sehr wechselhaft sein kann, ist das so. In jeden Fall muss man wegen des groben Asphalt-Belags und der Streckenführung mit den vielen Linkskurven einen sehr reifenschonenden Fahrstil anwenden, um gut über die Distanz zu kommen.”

Stefan Bradl: "Der Grand Prix auf dem Sachsenring wird für mich in jeden Fall ein Riesen-Spektakel."