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News

Unaufhaltsamer Rossi feiert ersten Saisonsieg in Assen

29 Juni 2013

Valentino Rossi

MotoGP NEWS: Runde 7 - Dutch MotoGP - Bridgestone Rennbericht inklusive Interview mit MotoGP-Fahrer Stefan Bradl

FIM MotoGP™ World Championship 2013, Runde 7: TT Assen – Rennbericht
TT Circuit Assen (Assen / Niederlande), Samstag 29. Juni 2013
Bridgestone Reifenmischungen (Slick): Vorne: Extra-Soft & Soft; Hinten: Soft, Medium-Soft & Medium (Asymmetrisch)
Bridgestone Regenreifen: Soft (Hauptoption), Hart (Alternative)
Wetter: Trocken. Lufttemperatur 17-18 Grad; Asphalttemperatur 29-32 Grad (Bridgestone Angaben)

Valentino Rossi fuhr am vergangenen Samstag bei der TT Assen ein hervorragendes Rennen, dank dem er seinen ersten Grand-Prix-Triumph seit seiner Rückkehr ins Yamaha Factory Racing Team feiern konnte. Der 34-jährige Italiener nutzte dabei seine beste Startposition bisweilen in dieser Saison in vollem Umfang, um nach einer beeindruckenden Vorstellung über die 26 Runden-Renndistanz auf dem TT Circuit Assen auf die oberste Stufe des Podiums zu klettern.

Rossi gelang ein hervorragender Start von P4 aus der zweiten Reihe und holte zügig zu den Spitzenreitern auf, ehe er in Runde sechs das Kommando an der Spitze der Konkurrenz übernahm und die Führung bis zur Ziellinie bis auf 2,170 Sekunden ausbaute. Als Zweiter kam Repsol Hondas Marc Marquez ins Ziel, der in der letzten Runde einen späten Angriff von Cal Crutchlow erfolgreich abwehren konnte. Monster Yamaha Tech 3-Pilot Crutchlow freute sich als Dritter dennoch über sein drittes Podium in diesem Jahr. Aleix Espargaro on-board seiner Power Electronics Aspar ART-Rennmaschine wurde Achter und behauptete sich damit einmal mehr im Feld der CRT-Klasse.

Mit einem Spitzenwert von 32 Grad, gemessen in der zweiten Hälfte des Rennens über 26 Runden, erreichten die Asphalttemperaturen den Höchstwert des gesamten Wochenendes. Die wärmeren Bedingungen führten zu einer späten Entscheidung einiger Fahrer zur härteren Option des Slicks für vorne. Mit Ausnahme von zwei Fahrern gingen alle mit dieser Option in das Rennen. Die Wahl des Hinterreifens viel hingegen komplett einheitlich aus, indem sich alle Fahrer für den jeweiligen für sie verfügbaren weicheren Slick entschieden; die mittelweiche Mischung funktionierte für alle Prototypen-Motorräder und die weichere Mischung für die CRT-Pilot gut.

Respol Honda-Pilot Dani Pedrosa führt nach seinem vierten Rang in Assen nach wie vor die MotoGP™ Weltmeisterschaft an und baute damit den Vorsprung gegenüber Yamaha Werkspilot Jorge Lorenzo - der trotz gebrochenen Schlüsselbeins ein tapferes Rennen als Fünfter zu Ende fuhr - auf neun Punkte aus. Marquez bleibt weiterhin Dritter, mit 23 Zählern Rückstand auf seinen in Führung liegenden Teamkollegen.

Hiroshi Yamada - Manager, Bridgestone Motorsport Department
“Es ist sehr schön Valentino auf der obersten Stufe zurück zu sehen und ich möchte meine Glückwünsche an ihn und Yamaha für ihre hervorragende Leistung heute ausrichten. Im Besonderen muss ich auch Jorge erwähnen, denn mit einer Verletzung so ein Rennen zu fahren, wie er es heute gemacht hat, ist wirklich begeisternd und das Zeichen eines wahren Champions. Heute hat sich das Wetter endlich gebessert, was uns schließlich zu guten Bedingungen zum Zeitpunkt des Rennens verhalf, und es ist immer toll eine so große und leidenschaftliche Zuschauerkulisse hier an diesem Circuit zu sehen. Das Wetter an diesem Wochenende war die meiste Zeit regnerisch und kühl, was für die Fahrer schwierig zu meistern war und auch zu einigen Stürzen führte. Daher freue ich mich über den Ausgang des heutigen Rennens, das ohne weitere Verletzungen zu Ende ging.”

Shinichi Yamashita – General Manager, Bridgestone Motorsport Tyre Development Department
“Heute war es das erste Mal an diesem Rennwochenende, dass wir zwei trockene Sessions hatten. Das Warm Up bei trockenen Bedingungen war immens wichtig, da es den Teams ermöglichte an ihrem Setup zu feilen, etwas das an den Trainingstagen wegen dem nasskalten Wetter nicht möglich war. Heute war es auch um einiges wärmer und wegen der höheren Asphalttemperaturen war das Verlangen nach Aufwärm-Qualitäten nicht so wichtig, weshalb sich ein starker Trend zum härteren Slick für vorne entwickelte; alle bis auf zwei Fahrer wählten dann auch diese Option. Alle Piloten entschieden sich für die weichere Option des Slick für hinten, obwohl die Temperaturen wärmer waren, aber keiner der Fahrer hatte in keinem Training die Möglichkeit den härteren Hinterreifen zu probieren. Aus der Sicht von Bridgestone war es ein positives Wochenende, da unsere Reifen-Zusammenstellung für diesen Grand Prix bei schlechtem Wetter gut funktionierte und ich bin ermutigt über die Qualitäten unseres hitzebeständigen Slick für hinten, der zum ersten Mal hier in Assen eingesetzt wurde. Unsere Entscheidung die Weiterentwicklung dieser Spezifikation des Slick für den Grand Prix hier in Holland voranzutreiben, ist ein weiteres Beispiel für unser Engagement unsere Reifen kontinuierlich zu verbessern, um den MotoGP-Piloten den höchsten Level an Sicherheit und Qualität zu gewährleisten.”

Valentino Rossi, Yamaha Factory Racing – Sieger
“Ich bin überglücklich, obwohl ich es nicht glauben kann, weil es einfach ein so tolles Gefühl ist wieder gewonnen zu haben. Ich habe nie aufgegeben und ich habe immer hart gearbeitet, da es meine Leidenschaft ist Rennmaschinen zu fahren und ich muss mich bei Yamaha für die weitere Chance mit der M1 im Werksteam bedanken. Es war ein langes Rennen und es war ein Kampf mit Marc, Dani und Cal, aber heute war ich schneller, daher danke an alle, die zu diesen Sieg beigetragen haben und jetzt müssen wir in dieser Art und Weise weitermachen.”

Stefan Bradl, LCR Honda MotoGP – 6.
Herr Bradl, zunächst Gratulation zum dritten Startplatz! Was für ein Gefühl war es zum ersten Mal in der MotoGP aus der ersten Reihe zu starten?
“Danke vielmals! Das war natürlich ein granatenartiges Gefühl; schon wegen der Tatsache, dass man freie Sicht nach vorne hat! Ich konnte diese Aussicht noch gar nicht richtig genießen, als ich etwas überrascht wurde, dass die TV-Teams so schnell bei mir waren. Normalerweise dauerte es ein wenig, bis diese in Reihe oder drei ankamen… Außerdem habe ich es als erster Deutscher in der MotoGP in die erste Startreihe geschafft. Das ist nichts weltbewegendes, trotzdem darf ich mich ein bisschen freuen darüber. Für ein paar Augenblicke war ich im Besitz der Pole-Position, wo man natürlich beginnt davon zu träumen, aber im nächsten Moment war mir klar, dass noch ein paar Fahrer auf einer schnellen Runde sind. Ich hatte dann auch die Gelegenheit dies auf einen TV-Screen mit zu verfolgen. Zuerst fuhr Marc (Marquez) eine schnellere Rundenzeit, und dann noch (Cal) Crutchlow. Nichtsdestotrotz, ich habe mich riesig über meinen ersten Front-Row-Start gefreut.”

Inwieweit wurden Sie und Ihr Team daran gehindert eine gute Abstimmung für das Rennen zu erarbeiten?
“Die Bedingungen waren an beiden Trainingstagen mehr als wechselhaft. Daher hatten wahrscheinlich alle Teams damit zu kämpfen. Zumindest ist uns in der halbstündigen Pause nach dem letzten freien Training bis zum entscheidenden Qualifying ein wesentlicher Schritt gelungen, dank dem wir uns für die erste Reihe qualifizieren konnten. Allerdings änderten sich die Bedingungen mit wesentlich wärmeren Temperaturen am Renntag nochmals, sodass die Unterschiede zwischen Vormittag und dem Zeitpunkt des Rennens ganz beträchtlich waren. Während dem Warm Up kämpften wir mit ganz anderen Schwierigkeiten als am Nachmittag.”

Wie war Ihr Gefühl für das Motorrad während des Rennens und hatten Sie das Gefühl mit den Spitzenfahrern um das Podium kämpfen zu können?
“Ich war über die Distanz nie in der Lage in etwa die gleichen Rundenzeiten wie im Qualifiyng zu fahren. Das Motorrad ließ sich nicht so einfach einlenken, weshalb wir im Kurveneingang viel Zeit verloren haben. Unser Kurven-Speed war dieses Mal im Allgemeinen ein Problem. Wir wissen noch nicht warum, aber jedenfalls war es unter anderem ein Grund dafür, dass es unmöglich war mit der Spitzengruppe mitzuhalten. Außerdem war ich auf der Bremse leichte Beute, da ich mitunter auch wegen dem stärkeren Wind meine Bremspunkte nicht halten konnte. Ich musste auch mehrmals meine Bremse anders einstellen. Alles zusammen brauchte zu viel Zeit, um meine Referenzpunkte neu zu bestimmen. Von dem her war ich nie in der Lage alles auf die Reihe zu bringen, um heute vorne mitzumischen. Der sechste Platz ist kein Weltuntergang, aber wenn man als Dritter aus der ersten Reihe startet, erwartet man sich eben mehr. Dieses Rennen hat gezeigt, dass wir in Assen anscheinend nur auf eine Runde gesehen sehr schnell, sind aber letztendlich über die Distanz die Konstanz fehlt. Ich konnte einfach meinen Speed, den ich während der Trainings hatte, nicht umsetzen. Im vergangenen Jahr war es nicht viel anders hier.”

Die Rundenzeiten auf regennasser Fahrbahn waren sehr beachtlich. Uns würde Ihre allgemeine Meinung über die Qualität der Bridgestone Regenreifen interessieren?
“Die Bedingungen mit ziemlich heftigen Regen am Donnerstagnachmittag waren wirklich schlimm; die Piste war extrem rutschig. Aber die Regenreifen haften bei derartigen Verhältnissen wirklich gut. Von dem her gibt es aus meiner Sicht nichts zu bemängeln. Mit zunehmender Dauer der Session wurden die Bedingungen besser und diese Tatsache bestätigt neuerlich den breiten Arbeitsbereich der Wet Tyres. Auch auf regennasser Fahrbahn fehlte uns nicht viel auf die absolute Spitze.”

Sie hatten nicht den besten Start in die Saison, aber nun scheint es, dass Sie allmählich in Schwung kommen in jedem GP starke Leistungen abliefern. Bewirkt diese Tatsache ein gutes Gefühl in das nächste Rennen zu gehen, das noch dazu Ihr Heimrennen ist?
“Ja, das stimmt! Zu Beginn dieser Saison kämpften wir aus irgendwelchen Gründen auch immer damit, unser Potenzial abrufen zu können. Seit dem vierten Rang in Mugello geht es definitiv aufwärts. Wir haben auch an diesem Wochenende Fortschritte gemacht, selbst wenn es uns nicht gelungen ist das hervorragende Qualifiyng-Ergebnis im Rennen umzusetzen. In jeden Fall gibt es einen zusätzlichen Motivationsschub für die nächsten Rennen; allen voran natürlich für meinem Heim-Grand-Prix auf dem Sachsenring. Zuvor geht es aber noch für ein paar Tage nach Argentinien, wo wir für den GP dort im nächsten Jahr die Werbetrommel rühren müssen. Dinge wie diese gehören zu unserem Job, aber aus meiner Sicht kommt dieser zum ungelegensten Zeitpunkt. In dieser Zeit hätte ich lieber etwas ausgespannt und meine Batterien für den Sachsenring-GP aufgeladen.”

Abschließend wie immer die Frager zur Performance der Reifen an diesem Wochenende?
“Mit den Reifen hat es über die Dauer des Wochenendes trotz des wechselhaften Wetters nicht die geringsten Probleme gegeben. Die Wahl für das Rennen war von vornherein klar, weil wir wegen der kühlen Temperaturen nie die Zeit fanden, den härteren Slick auszuprobieren. Im Endeffekt hat die weichere Option bei höheren Temperaturen zum Zeitpunkt des Rennens auch gut funktioniert. Zunächst waren wir vorne nur mit dem weicheren Reifen unterwegs, aber für das Rennen wechselten wir, so wie alle anderen auch, auf den härteren, der sich ebenfalls gut anfühlte. Das Feedback hat sowohl von vorne als auch von hinten hat gepasst. Von dem her war es ein weiteres reibungslos verlaufenes Wochenende.”

Eine Frage noch zum Sieg von Valentino Rossi. Was sagen Sie zu dieser Leistung?
“Hut ab und Gratulation! Ich freue mich sogar für ihn und es ist schön ihn wieder einmal ganz stehen zu sehen. Ich denke das tut unserem Sport nur gut! Offenbar hat er einen super Job abgeliefert, nur andererseits ist es schade, dass ich nicht da vorne mithalten konnte.”

DutchGP2013rangliste


"Aus der Sicht von Bridgestone war es ein positives Wochenende, da unsere Reifen-Zusammenstellung für diesen Grand Prix bei schlechtem Wetter gut funktionierte."